Ursprung, Forschung und Überlieferung

Max Freedom Long und die Geschichte des Huna

Haralds Arbeit ist dem Forschergeist eines Mannes verbunden, der sein Leben lang nach den verborgenen Zusammenhängen hinter den überlieferten Berichten Hawaiis suchte

Eine persönliche Widmung

Was mich an Longs Arbeitbis heute berührt

Max Freedom Long gab sich nicht damit zufrieden, ungewöhnliche Erfahrungen vorschnell als Aberglauben abzutun

Er hörte zu, sammelte Berichte, suchte nach wiederkehrenden Mustern und versuchte über Jahrzehnte, daraus ein verständliches Modell zu bilden. Nicht jede seiner Deutungen muss als letztes Wort gelten. Entscheidend ist für mich die Ernsthaftigkeit seiner Suche.

Long wollte nicht, dass Menschen bloß glauben. Er suchte nach einer Ordnung, die sich im eigenen Denken, Fühlen und Handeln prüfen lässt. In diesem Forschergeist erkenne ich einen Grundzug des Huna: Wissen erhält seinen Wert erst durch Erfahrung.

Meine Arbeit widme ichdem Forschergeist vonMax Freedom Long
Harald Zettwitz

Der Weg zur Huna-Lehre

Drei Stationen einer lebenslangen Suche

Keine vollständige Biografie, sondern die Augenblicke, in denen aus Neugier eine Aufgabe und aus einzelnen Beobachtungen eine zusammenhängende Lehre wurde

Die ersten Jahre auf Hawaii

Long kam als Lehrer nach Hawaii. Dort hörte er Berichte über Kahuna, geistige Praktiken und Vorgänge, die mit den damaligen Erklärungen nicht recht zusammenpassen wollten. Aus anfänglicher Skepsis entstand eine Frage, die ihn nicht mehr losließ.

Aus Spuren entsteht ein Modell

Nach seiner Rückkehr auf das amerikanische Festland ordnete Long seine Notizen und untersuchte hawaiianische Begriffe nach seiner eigenen Methode. Aus Berichten, Sprachdeutungen, Psychologie und geistiger Forschung formte er schrittweise das System, das er Huna nannte.

Forschung im gemeinsamen Austausch

Long brachte Leser und Mitforschende zusammen, veröffentlichte regelmäßig und prüfte seine Gedanken im Austausch mit anderen. Bis zu seinem Lebensende blieb Huna für ihn kein abgeschlossenes Dogma, sondern eine fortdauernde Suche nach einem praktisch anwendbaren geistigen Wissen.

Die Kahuna

Ein Wort für Wissen, Können und Verantwortung

Kahuna bezeichnete im Hawaiianischen nicht nur einen Priester oder geistigen Lehrer, sondern auch einen kundigen Menschen in einem bestimmten Fach

Es gab Kahuna für religiöse Aufgaben und Heilweisen, aber ebenso Fachkundige anderer Gebiete. Der Begriff meint daher keinen einzigen geheimen Orden und darf nicht auf das Bild eines „hawaiianischen Magiers“ verengt werden.

Long interessierten besonders jene Überlieferungen, in denen Bewusstsein, Lebenskraft, innere Bilder und geistige Vorgänge eine Rolle spielten. Aus diesen Spuren entwickelte er seine eigene Lehre von den drei Selbsten, von Mana, Aka und Kala.

Warum mich dieses Wissen bis heute begleitet

Ein geistiges Modell, das sich im Leben prüfen lässt

Ich bin Huna nicht treu geblieben, weil es fremdartig oder geheimnisvoll klingt. Es begleitet mich, weil seine Grundgedanken eine klare Ordnung bilden. Der Mensch ist mehr als sein bewusster Verstand. Erinnerung, Gefühl, Lebenskraft, Wille und geistige Führung wirken zusammen – ob wir davon wissen oder nicht.

Diese Sicht hat sich für mich über Jahrzehnte bewährt. Sie hilft, hinter äußeren Ereignissen nach den inneren Zusammenhängen zu fragen. Sie nimmt Intuition und feinstoffliche Wahrnehmung ernst, verlangt aber zugleich, jede Erkenntnis am eigenen Leben zu prüfen.

Darum gebe ich Seminare. Nicht um Max Freedom Long nachzusprechen und nicht um jemanden von einer Lehre zu überzeugen. Ich möchte ein Wissen weiterreichen, das Menschen einen Zugang zu ihrer eigenen Wahrnehmung eröffnen kann. Was daraus entsteht, muss jeder selbst erfahren.

Harald Zettwitz

Historische Einordnung

Überlieferung ernst nehmen heißt auch, genau zu unterscheiden

Long bezeichnete das von ihm entwickelte System als Huna. Historisch wird diese Lehre heute von der Gesamtheit traditioneller hawaiianischer Religion und Kultur unterschieden

Longs System entstand aus Berichten, eigenen Deutungen hawaiianischer Wörter sowie Einflüssen aus Psychologie und westlicher geistiger Forschung. Es ist deshalb richtig, von der Huna-Lehre Max Freedom Longs zu sprechen – nicht von einer lückenlos überlieferten Geheimlehre aller Hawaiianer.

Diese Unterscheidung mindert nicht die persönliche und praktische Bedeutung, die Longs Arbeit für Harald und viele Huna-Praktizierende besitzt. Sie macht transparent, aus welcher Überlieferung gesprochen wird, und begegnet der hawaiianischen Kultur mit dem Respekt, den sie verdient.

Weiterführende Themen

Von der Geschichte in die Lehre

Die folgenden Kapitel führen zu den Grundbegriffen, die Long ordnete und die Harald in seiner eigenen Praxis seit Jahrzehnten weitergibt

01

Die drei Selbste

Unihipili, Uhane und Aumakua als zusammenwirkende Ebenen des Menschen.

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02

Mana

Lebenskraft sammeln, ausrichten und mit einer klaren Absicht verbinden.

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03

Kala

Alte Bindungen klären und die innere Freiheit wiederherstellen.

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04

Aka

Die feinstofflichen Fäden von Erinnerung, Begegnung und Verbindung.

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05

Intuition und Bewusstsein

Innere Bilder, Wahrnehmung und geistige Führung unterscheiden lernen.

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06

Huna heute

Eine alte Frage in einer verständlichen und praktischen Sprache weiterführen.

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Persönlicher Austausch

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